Präambel

Wissenschaftliche Untersuchungen dokumentieren eindrucksvoll die positiven Auswirkungen, die das Zusammenleben mit Tieren auf das Wohlbefinden, die persönliche Entwicklung und die Lebensqualität von Menschen haben kann. Um die Tierhaltung zu ermöglichen und ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier in der Gesellschaft zu gewährleisten, müssen sowohl die Tierhalter als auch die Regierungen ihrer Verantwortung gerecht werden.

Auf ihrer Generalversammlung vom 5. September 1995 in Genf haben die Mitglieder der IAHAIO, des weltweiten Dachverbands der Institutionen zur Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung, die nachfolgend angeführten fünf grundlegenden Resolutionen beschlossen.

Resolutionen

IAHAIO appelliert an alle zuständigen internationalen Körperschaften und nationalen Regierungen:

  1. Das universelle, diskriminierungsfreie Recht auf Heimtierhaltung anzu-erkennen, überall dort, wo vernünftige Bedingungen dafür gegeben sind, unter der Voraussetzung, dass die Tierhaltung artgerecht erfolgt und die Rechte von Nichttierhaltern dadurch nicht beeinträchtigt werden.
  2. Sicherzustellen, dass bei der Planung und Gestaltung des menschlichen Lebensraums auf die Bedürfnisse von Heimtieren und deren Haltern Rück-sicht genommen wird.
  3. Die geordnete Präsenz von Heimtieren in Schulen und Lehrplänen zu fördern, sowie Lehrern und Erziehern in entsprechenden Ausbildungsprogrammen den Nutzen dieser Präsenz zu vermitteln.
  4. Heimtieren den kontrollierten Zugang zu Krankenhäusern, Alters- und Pflegeheimen sowie anderen Institutionen zu ermöglichen, in denen pflegebedürftige Menschen jeden Alters von solchen Kontakten profitieren können.
  5. Die therapeutische Funktion von Tieren, die speziell für die Unterstützung und Rehabilitation von Behinderten ausgebildet sind, offiziell anzuerkennen; Programme zu fördern, die solche Tiere hervorbringen und sicherzustellen, dass der richtige Einsatz dieser Tiere in den Ausbildungsprogrammen für Gesundheits- und Sozialberufe gelehrt wird.