Mitglied im wissenschaftlichen Beirat IEMT Schweiz seit: 1997


Werdegang

Studium der Veterinärmedizin in Zürich; Assistenztätigkeit in verschiedenen Praxen und Doktorat in Parasitologie; eigene Praxis für alle Tierarten in Davos 1982–1993; Kleiner Landrat (Exekutive) der Gemeinde Davos 1992-2008; Tätigkeit im AO- Zentrum (Osteosynthese) in Davos 1993–2001; Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte GST 1996-2004, Vice President der Federation of Veterinarians of Europe FVE 2001–2003, Councillor for Western Europe der World Veterinary Association WVA seit 2002.


Mein Leben ist geprägt durch die Beziehung zu den Tieren

Erst heute kann ich so richtig ermessen, welche Geduld und Grosszügigkeit meine Eltern aufgebracht htten, um meine schon in frühester Kindheit ausserordentlich hohe Affinität zu Tieren aller Art nicht nur ertragen, sondern auch in einigermassen geordnete Bahnen lenken zu können. Von überall her wurden mir kranke oder verletzte Tiere gebracht, die ich mehr schlecht als recht, aber mit viel Liebe aufzupäppeln versuchte. Ich wollte Tierarzt werden – und hatte das Glück, diesen Bubentraum auch tatsächlich verwirklichen zu können. Die verschiedensten Heimtiere, immer angeführt von Vögeln und Katzen, haben mich durch mein Leben begleitet. Der Aufbau meiner eigenen kleinen Herde von Ostfriesischen Milchschafen hat mich gelehrt, wie verwischt die Grenze zwischen «Nutztieren» und Tieren als «treue Begleiter» sein kann. So viel Verständnis und Zuwendung wie diese Schafe konnte mir bisher kein anderes Tier entgegenbringen.


Die Mensch-Tier-Beziehung als Teil der öffentlichen Gesundheit

Die Mensch-Tier-Beziehung ist uralt – und doch immer wieder neu. Jeder einzelne Mensch definiert seine individuelle Beziehung zu seinem tierischen Partner, jede Gesellschaft steht dem Phänomen der Mensch-Tier-Beziehung auf ihre Weise gegenüber. Das ist faszinierend und gleichzeitig eine grosse Herausforderung für uns Tierärztinnen und Tierärzte. Immer öfter stehen wir vor der interessanten Situation, nicht das Tier allein, sondern vielmehr das ganze Mensch-Tier-Gefüge in unsere Abklärungen einbeziehen zu müssen, um erfolgreich helfen zu können. Dazu kommt die ständig wachsende Bedeutung unserer Heimtiere als Sozialpartner der Menschen. Tiere sind dank unserer unermüdlichen politischen Arbeit rechtlich keine «Sachen» mehr – und sie verdienen eine optimale tiermedizinische Betreuung. Die fachlich kompetente Begleitung der Mensch-Tier-Beziehung stellt eine zentrale Aufgabe im Rahmen der tiermedizinischen öffentlichen Gesundheit dar.


IEMT Schweiz als kompetente Institution für Mensch und Tier

Die faszinierenden Forschungsergebnisse von Dennis C. Turner und seinem Team haben ganz wesentlich dazu beigetragen, das Wissen um die Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung in unserem Denken und Handeln zu verankern. Es ist eine höchst ehrenvolle Aufgabe für mich, als wissenschaftlicher Beirat des IEMT Schweiz zu diesem Wissen einen Beitrag leisten zu können.

Die Verbindung zwischen dem IEMT Schweiz und unserem veterinärmedizinischen, praxisbezogenen Netzwerk hat sich bisher bestens bewährt und gerade auch innerhalb der Tierärzteschaft das Bewusstsein um die Bedeutung der Mensch-Tier-Beziehung und ihrer Erforschung enorm geschärft. Wir bleiben dran. Zum Wohl unserer Tiere und ihrer Menschen.