Werdegang:

1966 – 1971 Studium der Veterinärmedizin an der Universität Zürich. 1972 bis 1974 Assistentenstelle und Doktorat (Zur Korrelation von Blutdruck und Pulswellengeschwindigkeit beim Pferd) am Institut für Veterinär-Physiologie unter der Leitung von Prof. Dr. H. Spörri. Frühjahr 1975 Grosstierpraxis bei Dres Bötschi, Kreuzlingen am Bodensee. Sommer 1975 bis Sommer 1978 Residency in Veterinär-Kardiologie an der University of Pennsylvania in Philadelphia, USA. Mentoren: Prof. D.H. Knight und J.W. Buchanan. Anschliessend akademische Karriere an der University of Florida School of Veterinary Medicine, in Gainesville, Florida USA. Zuerst Assistentprofessur, 1982 Fachexamen für Veterinär-Kardiologie mit dem Titel eines Diplomate in Cardiology (American College of Veterinary Internal Medicine, ACVIM) 1987 bis 1988 Gastprofessur am Royal Swedish Veterinary College in Uppsala, Schweden. Im Jahr 1991 Berufung an die Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Bern/Schweiz, als Professor für Innere Medizin und Direktor der Klinik für kleine Haustiere. In den folgenden Jahren verschiedene Funktionen in den wichtigsten Gremien und Kommissionen der Fakultät, u.a. Dekan von 2000 bis 2004. Seither wieder Kliniker und Dozent in der Abteilung für Innere Medizin, mit dem Schwerpunkt Kardiologie der kleinen Haustiere.

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT Schweiz seit: 1992

Eigene Heimtiere:

In meiner Jugend von allem Pferde (mein Vater war ein international bekannter und erfolgreicher Turnierreiter der Schweizerischen Equipe), später beim Aufwachsen auf dem Bauernhof Kaninchen und Schafe. Anschliessend im Ausland und zurück in der Schweiz immer mehrere Hunde, anfänglich Rhodesian Ridgebacks, jetzt Jack Russel Terriers.

Meine Arbeit und Forschung mit Tieren, Mensch-Tier Beziehung:

Als Kliniker befasse ich mich naturgemäss mit Erkrankungen von Hunden und Katzen, mit Schwerpunkt auf dem Herzkreislaufsystem. Dabei versuche ich konsequent, die besten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten für meine Patienten anzuwenden. Gleichzeitig hat natürlich die Erhaltung der Lebensqualität höchste Priorität, denn unsere Tiermedizin hat gegenüber der Humanmedizin den grossen Vorteil, Euthanasie als therapeutische Möglichkeit benutzen zu können. Dies wenn das Wohlbefinden des Tieres nicht mehr garantiert werden kann, die Prognosen zu schlecht und auswegslos erscheinen oder unsere Behandlung keine Schmerzfreiheit garantieren kann.

Euthanasie bringe ich auch meinen Studenten bei, und versuche aufzuzeigen, wie einfühlsam und vorsichtig bei einer Trennung des leidenden Patienten von seinem Besitzer vorgegangen muss. Taktvoll zu euthanasieren ist eine grosse Kunst des praktizierenden Tierarztes. Denn gerade hier wird eben massiv in die Mensch-Tier Beziehung eingegriffen, deren möglichst lange Erhaltung eigentlich mein Credo für die moderne Veterinärmedizin ist:
Unsere Kleintierpatienten möglichst lange gesund und aktiv für ihre Besitzer erhalten, um den Besitzern diese nutzvolle und für den Menschen gesund-erhaltende Beziehung lange sicherzustellen. Ich bin begeistert ob den Erfolgen der Therapie des alternden Menschen mit aller Arten von Tieren.
Andererseits reise ich sehr gerne und erforsche andere Kontinente und lerne exotische Tiere kennen, deren Ursprünglichkeit und Verhalten mich sehr interessiert.

Das IEMT Schweiz:

In Diskussionen und Aktivitäten mit dem wissenschaftlichen Beirat des IEMT wird mein Horizont über neue Möglichkeiten und Forschungsergebnisse stark ausgeweitet, was ich sehr schätze.