Werdegang:

1956 – 1958 Studium der Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover; 1959 – 1963 Wechsel an die Vet. Med. Fakultät Zürich mit Staatsexamen; 1963 – 1968 verschiedene Assistenztätigkeiten in Tierkliniken und Zoos; Dissertation über das Islandpferd; Ende 1968 Leiter der Labortierzucht Zürich und Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des Tierzuchtinstituts Vet. Med. Fak. Zürich;1974 - 2003 Zootierarzt im Zoo Zürich; 1986 Habilitation auf dem Gebiet Heimtiere; ausgedehnte Vortragstätigkeit an Gastvorlesungen; 1987 Amtlicher Kontrolltierarzt für Wildverkehr und Tierarzt für Przewalskipferde Wildpark Langenberg; 2001 Emeritierung; seit 1967 bis heute Lehrtätigkeiten (Ethnologie, Wildtiermedizin, Tiergartenbiologie, Pferdezucht, Tierschutz, Zoo- und Heimtiere), seit 2003 weiterhin im Bereich Marketing und Event im Zoo Zürich tätig

Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des IEMT Schweiz seit: 1993

Eigene Heimtiere:

Seit meiner Kindheit nie ohne Hund, Pferde, Vögel und Reptilien. Heute Islandpferde, Islandspitz und Zwerghühner.

Erforschen der Tiere auf Reisen und zu Hause

Die Begeisterung für Ornithologie, Haltung und Zucht von Vögeln und anderen Tieren im elterlichen Garten hat sich schon in der Grundschule gezeigt. Während des Gymnasiums arbeitete ich in verschiedenen Vogelwarten mit. Ferner half ich bei der Aufzucht und Betreuung von Seehunden mit. Zudem betrieb ich intensiv Reitsport (Dressur). Meine Mentoren waren bekannte Lehrer wie Otto Lörke oder Fritz Tempelmann. Ich unternahm viele ausgedehnte Forschungsreisen mit Schwerpunkt Pferdezucht (speziell Wildequiden, Robust- und Gangartenpferde) sowie Wildtiermedizin. Die Ergebnisse bildeten die Grundlage für meine Lehrtätigkeiten sowie für zahlreiche Publikationen.

Mensch-Tier-Beziehung

Mir ist es wichtig, meine Erfahrungen und Erlebnisse dieser langen intensiven Zeit des Zusammenseins mit Tieren weiterzugeben: Tiere als Bioindikatoren, Tiere als Cotherapeuten aber auch der bedeutende Stellenwert der Haltung und Betreuung von Heimtieren im täglichen Leben und der Umgang mit Tieren im Allgemeinen. Ich habe mich beispielsweise am Aufbau und der Mitarbeit des Cotherapeutentums (vor allem Pferde), des heilpädagogischen Reitens sowie der Hippotherapie beteiligt und zahlreiche Publikationen zu diesen Themen veröffentlicht. Das Zusammensein mit Tieren ist eine Bereicherung des Lebens. Mir stehen dabei die Ansprüche der Tiere im Vordergrund. Darum engagiere ich mich auch im schweizerischen und Zürcher Tierschutz, bin Mitglied der Heimtier- und Pferdekommission und setze mich für das Tierschutzgesetz “Haltung von Tieren“ ein. Auch bin ich Mitglied der Animal Ambassador und der Animal Awarness Institution mit Linda Tellington Jones. Ich an Planungsprojekten verschiedener Zoos/Tierparks mitgewirkt und mich in den Auswilderungsprozess von Przewalski Urwildpferden eingebracht. Ich unterstütze verschiedene Stiftungen im Bereich Tierschutz, beispielsweise bin ich Direktor der Bergzebrastiftung Etusis Namibia.

IEMT Schweiz liegt ganz auf meiner Linie

Hier geht es um die Bedeutung und die Nutzungsmöglichkeiten im Tier-Mensch Bereich, um Tiere als Cotherapeuten sowie um Tiere in der Erziehung und Prägung von Kindern und Jugendlichen einzubringen. Grundlage dafür sind keine “sentimentalen Gefühlsduseleien“, sondern wissenschaftlich belegtes Wissen über Biologie, Ansprüche und Verhalten der Tiere – auch als Basis der Tierschutzarbeit. Das IEMT ist für mich ein Forum, in dem sehr viele meiner Vorstellungen von Information, Einsatz und interspezifischem Umgang bearbeitet werden. Ich schätze den Gedankenaustausch und das Erarbeiten von Projekten in diesem Gremium sehr.